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Fr, 10.1.2020 12 Projektionen für 2020 (Intro)

Ich bin ein Kartenprojektions-Nerd und darunter müssen Leute, die ich kenne, leiden.
Nicht nur, dass ich anfange, von den Vor- und Nachteile diverser Projektionen zu schwafeln, sobald sich die kleinste Gelegenheit dazu bietet – Nein, jede Weihnachten bekommen ein paar von ihnen auch noch einen Kartenprojektionskalender vor die Füße geworfen.

Vor fünf Jahren habe ich mir zum ersten Mal gedacht, dass es doch nett wäre, wenn ich einen kleinen Kalender mit 12 (oder 13, wenn man das Titelbild mitzählt) Projektionsdarstellungen an die Wand hängen könnte. Und weil ich ein praktischer Mensch bin, und faul noch dazu, habe ich den erstellten Kalender direkt mehrfach bestellt und ihn zu Weihnachten verdutzten Freunden/Familienangehörigen/Arbeitskollegen ihn die Hand gedrückt. Und dann habe ich auch noch eine Tradition daraus gemacht, und nun müssen die armen Leute jedes Jahr einen Kalender dieser Art ertragen.

Man könnte meinen, ich habe nun genug Leute gelangweilt – aber jetzt fange ich mit Euch an! Und da ich nicht jedem von Euch einen Kalender überreichen kann, quatsche ich einfach darüber.

Also werde ich dieses Jahr einmal im Monat über eine Projektion schreiben – und zwar die, welche der Kalender im jeweiligen Monat zeigt. Ich werde versuchen, mich dabei kurz zu fassen, aber ich verspreche nichts. 😉

Heute schon möchte ich das Titelbild zeigen (s.o.), und noch kurz darauf eingehen, wie ich die 12 Projektionen auswähle: Nun, ich bemühe mich, einen interessanten Mix aus unterschiedlichen Entwürfen zusammenzustellen. Optisch unterschiedlich, aber auch aus unterschiedlichen Gruppen und mit unterschiedlichen Eigenschaften. Und ich versuche, mich nicht allzu sehr zu wiederholen. Ich wähle also keine Projektionen aus, die ich schon in den Vorjahren gezeigt habe – es sei denn, ich zeige ein anderen Aspekt oder eine andere Konfiguration.
Das macht es mittlerweile natürlich etwas schwierig, noch 12 zu finden. Sicher, es gibt hunderte von Projektionen, aber ich muss z.B. auch wirklich nicht alle pseudozylindrischen Entwürfe durchhecheln. Der 2020er Kalender könnte also durchaus der letzte seiner Art sein – aber das habe ich schon letztes Jahr gedacht…
Mal sehen.

Für das Titelbild habe ich mich für die nicht-projizierte Erde entschieden… Ähhm, nö. Da es schwierig ist, eine Kugel mit einem Durchmesser von 12.742 km auf einen 20 × 20 cm Kalender zu packen, habe ich mich für das zweitbeste entschieden: Die Orthografische Projektion, zentriert auf 31°N/10°O, damit ich mein Zuhause sehen kann. Um den Eindruck eines Blicks auf die Erde vom All aus zu erreichen, habe ich das Bild einer bewölkten Erde und ein Sternenfeld aus dem Natural Earth III Bildersatz projiziert.
Und ja, ich wollte 30°N nehmen. Ich mag runde Zahlen. War wohl ein Tippfehler, als ich die Koordinaten eingegeben habe. 😳

In Kürze gibt es die Ansicht der Januar-Seite des Kalenders; danach geht es monatlich weiter.

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